… dass pädagogische Arbeit dann am wirksamsten ist, wenn sie erlebnisnah, gefühlsorientiert und das Nervensystem und die biografischen Erfahrungen mitdenkt
Simon Affolter

„Jeder Mensch hat nur eine Kindheit auf welche er sein gesamtes Leben zurückblicken wird“
Seit über drei Jahrzehnten arbeite ich mit Organisationen und Menschen in sehr unterschiedlichen und oft herausfordernden Lebenslagen – mit Kleinkindern, Jugendlichen und Erwachsenen. Auf meinem beruflichen Weg habe ich unzählige Weiterbildungen besucht. Jede davon brachte wertvolle Aspekte, doch oft blieben die Erkenntnisse fragmentiert – wie einzelne Puzzleteile ohne Gesamtbild. Auf der Suche nach einem verbindenden Ganzen, entschloss ich mich, das fehlende Glied selbst zu entwickeln.
Ich erkannte, dass sich sämtliche pädagogischen, psychologischen und erfahrungsorientierten Einsichten in einen neurobiologischen – neuroplastischen – Zusammenhang stellen lassen. Aus diesem Verständnis heraus entsteht ein neuer Blick auf maladaptives Verhalten – und eine neue Art, damit zu arbeiten.
Dieses Verständnis der Neuroplastizität und die daraus abgeleitete Arbeitsweise nenne ich Neurogogik.
„Was Hänschen nicht lernt, kann Hans noch lernen“.
In der sozialen Arbeit erlebe ich seit Jahren, wie bestehende Systeme durch herausforderndes Verhalten an ihre Grenzen geraten. Oft wird schnell von „Systemsprengern“ gesprochen – und die Verantwortung beim Klientel verortet.
Doch ich stelle eine andere Frage:
„Kann es sein, dass nicht das Verhalten das System sprengt, sondern das System selbst das Verhalten nährt, verstärkt oder aufrechterhält?„
Diese Frage löst nicht immer Begeisterung aus – aber sie öffnet einen notwendigen Denkraum.
Denn entscheidend ist:
Was benötigt ein System, damit Kinder und Erwachsene mit maladaptivem Verhalten Sicherheit, Wertschätzung und neue Erfahrungen machen können? Und was können wir aus der Neurobiologie ableiten, um unser pädagogisches Handeln wirksamer zu gestalten?
Für mich ist das eine der spannendsten Fragen unserer Zeit.
Genau deshalb ist es jetzt an der Zeit, neue Handlungsformen zu erforschen, anzuwenden und auf ihre Wirksamkeit hin zu überprüfen. Dafür steht und wächst Neurogogik.ch.
Ich habe gelernt: Die Themen von heute lassen sich nicht mit der Pädagogik von gestern bearbeiten. Sie verlangen neue Ansätze, neue Erklärformen – und ein tiefes Verständnis dafür, wie das menschliche Nervensystem lernt, reagiert und sich verändert und wie wir mit maladaptiven Verhalten umgehen und Entwicklungsprozesse neu gestalten können .
Genau hier setzt Neurogogik an.
Mein Name ist Simon Affolter, Gründer von Neurogogik. Neurogogik ist entstanden aus einer Mischung aus Notwendigkeit, grossem Wissensdrang und reichhaltigen Erfahrungen: aus der erlebnispädagogischen Krisenintervention, aus der Arbeit mit Erwachsenen in den psychiatrischen Diensten der Spital STS AG Thun, aus Beobachtungen zur Systemgesundheit, und aus meiner Tätigkeit als pädagogischer Leiter, Institutionsleiter und Organisationsentwickler.
Als Institutionsleiter und Organisationsentwickler kenne ich die Not der Personen in der Sozialen Arbeit.
Als berufspolitisch interessierte Person erkenne ich, welche Angebotslücken geschlossen werden müssen.
Als wirtschaftsnahe Persönlichkeit weiss ich, dass es gezielte Massnahmen und überschaubare Kostenstrukturen benötigt.
Als Fachperson weiss ich:
Neurogogik hilft gezielt bei maladaptiven Verhalten, fördert innere Sicherheit, unterstützt bei der Gefühls- und Verhaltensregulation und fördert konkrete und messbare Entwicklung.