
Ich arbeite pädagogisch, nicht therapeutisch.
Das bedeutet: Ich stelle keine Diagnosen, behandle keine pathalogischen Störungen und biete keine Psychotherapie an. Das Angebot kann aber als therapiebegleitend eingesetzt werden und entlastet so therapeutische Angebote. Zudem werden therapeutische Angebote dadurch effizienter.
Ich arbeite traumasensibel, beziehungsorientiert und entwicklungsfördernd.
Sowohl Kinder als auch Erwachsene, die unter Stress, Anspannung oder herausfordernden Verhaltensmustern leiden, brauchen vor allem eines: einen sicheren Ort, an dem sie verstanden werden um neue Erfahrungen machen zu können. Ich begleite Menschen und Systeme mit wahrnehmungsorientierten Methoden, mit dem Ziel innere Sicherheit, Regulation und Entwicklung zu ermöglichen.
Meine Arbeit basiert auf:
- Echtheit und Kongruenz
- vollständige Akzeptanz und Wertschätzung des Klienten
- Empathie in Form von einfühlendem Verstehen
- einer traumapädagogischen Haltung
- neurowissenschaftlichen Erkenntnissen
- dem intrinsischen Bedürfnis etwas ändern zu wollen
- Sicherheit als Grundlage jeder Entwicklung
- Beziehung als stärkster Wirkfaktor
- Ressourcen und Defizite besprechbar machen statt verdrängen
- Neugier anstelle von Bewertung
- Verständnis anstelle von Verurteilung
- Alltagsnähe anstelle abstrakter Theorie
Ich fördere den Mut hinzuschauen, hinzufühlen
Ich fördere den Mut , dem Prozess der Veränderung anzugehen und zu vertrauen
Ich bin auch da, wenn Rückschläge den Mut entlassen wollen
Grundverständnis
1. Ein überaktiviertes Alarmsystem
Das Nervensystem reagiert, bevor wir denken. Sowohl bei neuroplastischen Schmerzen, als auch bei chronisch negativen Verhalten, ist das Gefahrenradar des Gehirns überempfindlich. Das bedeutet: Das Nervensystem reagiert schneller und stärker als nötig. Harmloses wird als bedrohlich interpretiert.
Verhalten wird als Ausdruck innerer Zustände und als Schutzmechanismus verstanden.
Wutausbruch, Rückzug, Überkontrolle, Überanpassung – alles sind Strategien, um innere Sicherheit herzustellen. Der Mensch ist nicht das Problem – das Nervensystem ist überlastet.
2. Lernen und Umlernen
Das Gehirn kann jederzeit – altersunabhängig – neue Wege erlernen (Neuroplastizität).
Das Gehirn lernt Schutzreaktionen. Diese Verhaltensstrategien können „entlernt“ und durch neue Erfahrungen ersetzt werden.
3. Emotionen als Verstärker des «Schmerzes»
Gordon betont, dass Gefühle wie Beispielsweise Angst, Hilflosigkeit, Scham, Perfektionismus etc. das Nervensystem aktiviert und für neuroplastische Schmerzen sensibilisiert. Neurogogik sieht genau dieselben emotionalen Muster als Auslöser für Übererregung, maladaptive Verhalten und verstärkte chronifizierte Verhaltensmuster.
4. Somatische Orientierung
Moderne Ansätze haben eine gemeinsame Haltung. Der Körper ist kein Gegner, sondern ein Informationsgeber. Körperliche Symptome wie (Kopfschmerzen, Übelkeit, Bauchschmerzen, Schwitzen etc.) sind Anzeichen für ein maladaptives Verhalten. Um diese maladaptiven Verhalten zu verändern, braucht es das Wiedererlangen des Sicherheitsgefühls im eigenen Körper.
5. Beziehung und Co-Regulation
Wenn ein Mensch Stress erlebt, schaltet sein Nervensystem automatisch um – es reagiert blitzschnell.. In diesem Zustand braucht es eine Bezugsperson, die Signale von emotionaler Sicherheit sendet. Eltern und Fachpersonen glauben, sie müssten aktiv eingreifen, etwas „tun“, um zu regulieren. Dabei ist eine der kraftvollsten Formen von Co-Regulation: einfach nur präsent zu sein und emotionale Sicherheit auszustrahlen.
6. Biographiearbeit
Es gibt viele unterschiedliche Formen der Biographiearbeit. Bei Neurogogik wird die Biographie als ein wichtiger Informationslieferant für Schutzverhalten gesehen. Ab einem gewissen Alter ist es hilfreich, sich der eigenen Biographie zu stellen und die eigene «Geschichte» zu formulieren. Es wird darauf geachtet, dass emotional positiv bewertete Erfahrungen und einschneidend negative Erfahrungen in der Balance stehen. Auch hierbei geht es nicht um Bewertung durch die Fachperson. Wir nehmen an, was geschildert wird. Die Emotionen des Klienten wird als echt angesehen. Oft wird bagatellisiert oder Verantwortung für das Handeln des Gegenübers übernommen. Dabei wird auf die schmale Grenze zur Therapie geachtet und bei therapeutischen Themen wird das Klientel auf entsprechende Angebote verwiesen. Vorteil dabei ist, dass die Therapie konkret und themenbezogen gestartet werden kann.
Alle anderen Themen nutzen wir, damit eine Gefühls-Verhaltens Kausalität hergestellt werden kann. Dies ermöglicht eine Orientierung, um mit kleinen Schritten und kleinen Erfolgen beginnen zu können.